Bei alten Abdrücken dieses schönen Holzschnittes trifft man das Wasserzeichen des stehenden Hundes, Nr. 35, spätere Abdrücke, welche bis auf kleine Aussprünge im Einfassungsrande oben, rein und fehlerfrei sind, haben ein weißes Papier mit etwas unregelmäßig 11 Linien entfernten Drathstrichen.

B. 104. Der heilige Christoph mit den Vögeln.

Die älteren Abdrücke dieses nie sehr scharfen Holzschnittes findet man mit dem Wasserzeichen der Wage im Kreise, des Ochsenkopfes mit dem Schlangenstabe, oder auf einem Papiere, welches fest, aber nicht von feiner Masse ist und dessen Drathstriche eine Entfernung von 13 Linien haben. Vasari erwähnt dieses auch von Marc Anton mit dem Monogramm Dürer’s nachgestochenen Blattes.

B. 105. Der heilige Christoph. 1525.

Dieser Holzschnitt von sehr hoher und schmaler Form, einer der wenigen, welche nach Dürer’s Reise in den Niederlanden gearbeitet sind, ist nicht häufig, besonders selten aber findet man die ersten Abdrücke, bei denen die Füße im Wasser noch nicht durch den Ansatz eines 2 Zoll hohen Holzstocks von minder geschickter Hand hinzugefügt sind.

Die guten Abdrücke in ganzer Größe haben ein sehr starkes Papier mit Entfernung von reichlich 12½ Linien zwischen den Drathstrichen, auch wohl das Wappen der Stadt Nürnberg, Nr. 41, als Wasserzeichen. Bei späteren Drucken findet man auch die Wasserzeichen einer Lilie mit Krone oder des Augsburger Wappen im geschweiften Schilde, Nr. 50.

B. 106. Der heilige Colomann.

Die alten Abdrücke von diesem, bis auf unsre Zeiten wohlerhaltenen, in Wien befindlichen Holzstock trifft man sehr selten, die neueren erkennt man, wenn auch wie gewöhnlich die gedruckte Unterschrift weggeschnitten ist, an den Aussprüngen in dem Einfassungsrande sowohl oben rechts als unten, auch an einem rauhen übrigens festen Papier mit Drathrippen, welche durchschnittlich 12 Linien von einander abstehen.

B. 107. Die Heiligen Paulus und Antonius.