Die alten klaren und scharfen Abdrücke, dieses im Allgemeinen nicht seltenen Blattes, findet man sehr sparsam; sie haben das Papier von feiner Masse mit dem Wasserzeichen des großen Reichsapfels mit Stern, Nr. 24, und einen Abstand der Drathstriche von 14 Linien.

In den späteren Abdrücken bemerkt man unten rechts die Spuren eines Sprunges, oben links kleine vom Wurmfraß herrührende Fehlstellen. Ihr Papier von geringer Güte hat das auch bei späteren Abdrücken der großen Passion vorkommende Wasserzeichen einer Schlange, Nr. 47.

B. 121. Die Himmelfahrt der heiligen Magdalene.

Es ist auch in den besten Abdrücken ein etwas roher Holzschnitt. Die alten Abdrücke haben als Wasserzeichen die große hohe Krone oder die Wage im Kreise, Nr. 22a.

B. 122. Die Dreifaltigkeit. 1511.

Wie auch Heller bemerkt, findet man diesen sehr beliebten großen Holzschnitt nicht häufig in vollkommen reinen Abdrücken. Die ersten haben das Wasserzeichen der hohen Krone, auch wohl das der Hand mit Blume, Nr. 26. Der Holzstock scheint späterhin gleichzeitig mit denen der großen Passion abgezogen zu sein, wenigstens trifft man gute Abdrücke auf demselben Papier mit dem Wasserzeichen eines verzierten K, Nr. 40, welches bei den bessern Abdrücken des dritten Etats der großen Passion bemerkt ist. Bei späteren Abzügen kommt auch das Wappen von Augsburg vor, diese haben einen Sprung in der Mitte, welcher bis auf das Monogramm-Täfelchen hinunter geht.

B. 123. Das Messopfer des heiligen Gregorius. 1511.

Dieses, auch von Vasari gerühmte schöne Blatt hat in alten Abdrücken das Wasserzeichen der großen hohen Krone oder des Reichsapfels mit Stern. Gute Abdrücke findet man auch auf einem festen Papier mit einem nicht wohl kenntlichen Wasserzeichen, dessen Drathstriche 13¼ Linien Entfernung haben.

B. 124. Das jüngste Gericht.

Dieser von Bartsch unter die Arbeiten Dürer’s aufgenommene Holzschnitt ist von Heller wohl mit Recht als Nr. 77 unter die zweifelhaften Blätter versetzt.