„Willst du also das Tuch bezahlen?“ fragte Jean Louis auf halbem Wege und pflanzte sich mit gespreizten Beinen vor mir auf.

„Ja!“

„Wirklich bezahlen?“

„Wirklich!“

„Eh bien, mon vieux, en route!“

Jean Louis trat herausfordernd an den Kaufmann heran und heulte ihm ins Gesicht: „Ich möchte Leinwand zu einem Segel kaufen, Noel!“

Der siegellackrote Noel aber hatte keine Eile. Er zuckte die Achsel und sagte leise singend, indem er mit einem spöttischen Lächeln zum Fenster hinaussah: „O, mein alter Freund, es ist mein Prinzip euch Fischern keinen Sou zu kreditieren.“

Aber Jean Louis, der kaum über die Bar sehen konnte, deutete auf mich und schrie wütend: „Mein Freund bezahlt!“ Dann wischte er sich den Schweiß von der Stirn. Der kleine Meerkönig zitterte vor Erregung an allen Gliedern.

Sofort floß Noel von Freundlichkeit und Eifer über. „Ah, das ändert die Sache!“ Er schleppte Ballen Tuch herbei, er brachte Gläser und Flaschen. Nun begann die Arbeit des Meerkönigs. Er musterte die Ballen. Er nahm die schmierige Kappe ab und setzte sie wieder auf. Dann stürzte er ein Glas Schnaps in die Kehle. Er prüfte das Gewebe zwischen den Fingern, riß, scheuerte, hielt gegen das Licht. Er nahm einzelne Fäden und zerriß sie. Nicht zu leicht, nicht zu schwer, nicht zu dünn, nicht zu dick. — Dann trank er wieder einen Schnaps und noch einen, er stotterte, taumelte gegen einen Mehlsack, er trocknete sich die Stirn und sagte, er käme morgen wieder.

Erst am dritten Tag konnte er sich entschließen, und dann dämpfte er seine Erregung mit so vielen gouttes, daß er mit dem Tuch unter dem Arm mitten in der Heide auf einen Felsen rannte, kenterte und liegen blieb.