Plötzlich zuckte er zusammen. Eine Hüfte — nichts als das Wiegen einer Hüfte beim Tanze . . . Ohne jede Rücksicht stürzte er sich zwischen die Tänzer. Laut rasselte er mit der Schale vor einer etwas üppigen Haremsdame, die wie ein Kolibri in allen Farben schillerte.

Die Haremsdame blieb — unwillkürlich — stehen und sah ihm in die Augen.

„Wer bist du?“

Aber stumm verbeugte sich der Bettelmönch. Bis zur Erde. Seine breite Brust wogte unter den Lumpen.

Die Haremsdame lachte — nur Dora konnte eine derartige Fontäne von Gelächter hervorsprudeln.

„Du bist wohl stumm?“

Der Bettelmönch nickte. Aber so oft Dora vorüberkam, verbeugte er sich und rasselte mit der Schale, seine blinkenden Augen folgten ihr überall hin.

Schon war es ihm gelungen, Doras Neugierde zu wecken.

3

Über dem Dunst des Räucherwerks, den wirbelnden Turbanen, Federn und Schleiern, auf der kleinen Empore, gerade über den Musikanten mit ihren grünspanfarbenen Gesichtsmasken, bewegte sich plötzlich ein massiger, breiter Schatten, der sich düster über die Decke reckte. Dann schrumpfte der Schatten zusammen, und über der Brüstung erschien ein breites, erdfarbenes, glanzloses Gesicht und blickte herab. Alle Blicke wandten sich nach oben. Der General war gekommen.