Vor knapp fünf Stunden war der Hauptmann in Berlin angekommen und bei Ströbel, wie gewöhnlich, abgestiegen. Gestern früh, um sieben Uhr, hatte er noch an der flandrischen Küste einen Graben gestürmt, mit dem Messer hatte er gearbeitet, heute tanzte er hier — es war ein Krieg mit Komfort, wie er sagte — morgen abend, um zehn Uhr, ging sein Zug — vielleicht mußte er übermorgen wieder mit dem Messer arbeiten — einerlei.

„Und noch ein Glas auf das Gedeihen dieser kleinen Härchen im Nacken da —!“ Ja, durch ein Sektglas gesehen hat die Welt ein ganz anderes Gesicht.

Dora fand ihn ungeheuer drollig. „Weshalb aber trinken Sie so schrecklich, Feuerwalze?“

Der Hauptmann versicherte, daß er ein Vulkan sei, sozusagen, ein Vulkan, der sich bemühe, seine Temperatur zu halten. Dazu hätten ihn heute diese kleinen Nackenhärchen rasend gemacht — und dieses Ohrläppchen und noch andere Sachen. Und er sei nichts als ein armes Frontschwein, bedauernswert, kaum vierundzwanzig Stunden Zeit —

Plötzlich umschlang er Dora. Sie entfloh.

Schon aber rasselte die Schale, und ein bleicher Arm streckte sich dem Hauptmann entgegen.

„Huh, hier ist er wieder. Ein unheimlicher Geselle.“

„Befehlen Sie, Gnädigste, und wir werden ihn töten. Hinweg mit dir, Sklave!“ schrie der Hauptmann mit gutmütigem Lachen.

Aber da begann der Bettelmönch plötzlich zu wachsen — er wuchs, und seine Augen blitzten . . .

„Bist du es?“