„Raben?“ Schauer jagten über den Rücken des kleinen Herrn Herbst.

„Der Himmel war schwarz von ihnen. Sie flogen auf, wohin man kam — wie Wolken. Hm, und auch Leichen lagen da und dort, streckten die Hände aus dem Schutt, blaue Hände.“

„Was für ein entsetzlicher Traum! Und keine Menschen mehr, sagen Sie?“

„Keine Menschen, nein. Nur Raben, alles war schwarz von ihnen. In ganz Berlin keine lebende Seele mehr. Nur Schutt und verkohlte Balken. Da und dort stand zwischen den Schutthaufen noch ein verlassenes Geschütz. Aber keine Menschen.“

„Ah, ah — entsetzlich!“

„Und dann begann es zu schneien —“

„Guten Tag!“ sagte in diesem Augenblick eine helle, nüchterne, aber bescheidene Stimme, und die beiden fuhren auf.

Ein schmächtiger, junger Mann war ins Zimmer getreten.

Der schmächtige, junge Mann näherte sich, den Hut in der Hand, dem Tisch und verbeugte sich leicht und steif.

„Ich bitte um Verzeihung! Herr Herbst?“