Da erwachte Ackermann.
Es wurde nun in der Tat deutlich lichter. Gelb wie Lehmwasser floß das Morgenlicht am Fenster.
Schon ratterte ein Wagen auf der Straße.
Der kleine Herr Herbst hatte, seit ihn Ackermann verließ, die Nacht zwischen Schlaf und Wachen verbracht. Vielleicht hatte er auch geschlafen, er wußte es nicht. Sein Körper war mit Schweiß bedeckt, aber das Fieber schien gebrochen zu sein.
Still lag das Haus.
Diese kurze Stille vor dem Morgen liebte er. Wie oft hatte er in dieser Stille in seinem Bette gesessen, und die Hände gerungen und das befreiende Weinen geweint, das ihn beruhigte.
Deutlich hörte er, wie Ackermann sich in seiner Bettstelle hin und her wälzte, aber nun war es still bei ihm. Auch bei Hähnlein war es still, ganz still.
Der tote Briefträger, der Veteran von Siebzig, mußte in sein Reich zurückweichen vor dem Licht, alle Nachtgespenster mußten weichen. Lieblich war der sanfte Morgen.
Schon aber begann das mit Menschen vollgestopfte Haus zu erwachen. Die Haustüre ächzte und krachte, und der Hausmeister streckte seinen graugelben Pudelkopf in den Morgennebel. Türen schlugen, und Tritte eilten die Treppe hinab. Es wurde geklopft, gerufen, Wasser plätscherte.
Bei Hähnlein — Stille!