„Was haben Sie — sind Sie krank?“ fragte er. Er fragte nur, um dem zitternden Haufen Fleisch einen Laut, eine Äußerung seines menschlichen Wesens, zu entlocken. Hastig kramte er in seinem Überrock nach Geld, der Gedanke fuhr ihm sogar durch den Kopf, den Soldaten mit sich ins Haus zu nehmen.
Der Krüppel stieß Laute aus wie ein Taubstummer, ein Röcheln entstieg seinem krampfhaft geöffneten Mund.
„Wo sind Sie verwundet worden, mein Sohn?“ fragte der General und beugte sich noch tiefer herab. Auch er, der Krüppel, strömte Kälte aus.
„Wo? Sprechen Sie doch. Wo?“
Mühsam schüttelte der Krüppel Silben aus dem Mund.
„Wo? Ich verstehe nicht.“
Aber plötzlich taumelte der General in die Höhe.
Er hatte verstanden!
Nun zitterte er genau wie der Soldat.
Hastig, ohne zu denken, ließ er ein paar Geldscheine fallen und stieß in aller Eile die Türe auf. Aber als er ins Haus treten wollte, fühlte er plötzlich, wie sein rechter Fuß von einer Hand umklammert wurde, die ihn festzuhalten suchte. War der Krüppel gefallen, suchte er Halt, suchte er seinen Dank auszudrücken? Der General stieß die Hand von sich und trat keuchend in die dunkle Diele.