Grau lächelte und einen Augenblick lang leuchteten seine Augen wie dunkles Gold.
„Ja,“ wiederholte er, „wie hätte doch solch ein Gedanke in den menschlichen Kopf kommen können, wenn er nicht wahr wäre!“
Aber da höre jede Diskussion auf. Herr Grau sei ein ganz modern denkender Mensch, aber sobald man gewisse Dinge berühre — haha!
„Diese Dinge lassen sich eben nicht diskutieren!“ erklärte Grau lächelnd.
Dr. Nürnberger rollte sich eine Zigarette und sagte: „Aber der Mensch hat ja auch den Gedanken der Sterblichkeit der Seele fassen können, also muß es auch damit eine gewisse Richtigkeit haben.“
„Gewiß,“ erwiderte Grau, „der Irrtum ist verzeihlich, denn wir sehen den Tod stets ringsum und es ist auch möglich, daß ein Teil — jener Teil, Herr Doktor — der Seele stirbt — — — — Aber sehen Sie doch, was ist mit Herrn Eisenhut?“
Eisenhut nämlich deutete mit dem Zeigefinger auf den Tisch und schrie unaufhörlich: „Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr! Ich lasse mir das nicht bieten!“
„Er läßt sich das nicht bieten!“ ahmte der Adjunkt Eisenhuts heulende und pfeifende Stimme nach.
„Bitte, bitte!“ sagte Adele und lachte gereizt. „Herr Eisenhut weiß es besser, natürlich!“
Jemand hatte Adele grausam genannt, weil sie Eisenhut soviel Geld abnähme. Sie hatte ganze Rollen von Geld vor sich liegen. Man könne doch sehen, daß Eisenhut es aufs Verlieren anlege.