„Horch!“ sagte er. „War das nicht eine Stimme?“
Sie standen und lauschten. Sie hörten nichts.
„Ich hörte deutlich eine Stimme!“ wiederholte Allan. „Lauschen Sie, ich werde rufen.“
Und in der Tat, auf Allans Ruf antwortete ein feiner, leiser Ton, so wie eine Stimme ganz fern in der Nacht klingt.
„Es ist jemand im Stollen!“ sagte Allan erregt.
Nun glaubten auch die andern einen feinen, fernen Ruf zu vernehmen.
Rufend und aufhorchend suchten sie den finstern Stollen ab. Zuletzt stießen sie in einem Querschlag, in den die Wetterführung wie ein Sturmwind hineinpfiff, auf einen Greis, der am Boden saß und den Kopf gegen die Wand lehnte. Neben ihm lag ein toter Neger mit einem runden offenen Mund voller Zähne. Der Greis lächelte schwach. Er machte den Eindruck eines Hundertjährigen, abgemagert, welk, mit schneeweißen dünnen Haaren, die im Luftzug flatterten. Seine Augen waren unnatürlich aufgerissen, so daß rings um die Pupillen die weiße Hornhaut sichtbar war. Er war zu erschöpft, um sich noch bewegen zu können, er vermochte nur noch zu lächeln.
„Ich wußte ja, Mac, daß du kommen würdest, um mich zu holen!“ flüsterte er kaum verständlich.
Da erkannte ihn Allan.