Allan war immer an der Spitze, unermüdlich.
In der Totenhalle und in den Sälen der Hospitäler spielten sich jene erschütternden Szenen ab, die sich nach jeder Katastrophe ereignen. Weinende Frauen und Männer, halb wahnsinnig vor Schmerz, suchen nach ihren Angehörigen, erkennen sie, schreien, werden ohnmächtig. Die meisten Verunglückten konnten aber nicht festgestellt werden.
Das kleine Krematorium abseits von Mac City arbeitete Tag und Nacht. Priester der verschiedenen Religionen und Sekten hatten sich zur Verfügung gestellt und erfüllten abwechselnd das traurige Zeremoniell. Viele Nächte hindurch war das kleine Krematorium im Wald tageshell erleuchtet und noch immer standen endlose Reihen von Holzsärgen in der Halle.
Bei der zerschmetterten Bohrmaschine allein waren vierhundertachtzig Tote gefunden worden. Im ganzen verschlang die Katastrophe zweitausendachthundertsiebzehn Menschenleben.
Als die Trümmer der Bohrmaschine weggeräumt waren, wurde plötzlich ein gähnendes Loch sichtbar. Die Bohrer hatten einen ungeheuren Hohlraum angeschlagen. Im Lichte des Scheinwerfers zeigte es sich, daß der Hohlraum etwa hundert Meter breit war; die Höhe war gering; ein Stein brauchte fünf Sekunden bis er aufschlug, was einer Tiefe von fünfzig Metern entsprach.
Die Ursache der Katastrophe ließ sich nie sicher feststellen. Aber die bedeutendsten Autoritäten waren der Ansicht, daß der durch chemische Zersetzung entstandene Hohlraum mit Gasen angefüllt gewesen sei, die in den Stollen eindrangen und beim Sprengen explodierten.
Allan ging noch an diesem Tage an die Erforschung des angeschlagenen Hohlraumes. Es war eine Schlucht von knapp tausend Meter Länge, vollkommen trocken. Grund und Wände bestanden aus jenem unbekannten, lockeren Erz, das die Geologen Submarinium getauft hatten und das stark radiumhaltig war.
Die Stollen waren in Ordnung gebracht, die Ingenieure befuhren regelmäßig die Strecke.
Die Arbeit aber stand still.