„Ich kann nicht!“ antwortete der Chauffeur.
Aber Ethel fand ihre gute Laune bald zurück.
Über ein Bataillon von Japanern, die mit hastigen Schritten wie gelbe Affen dahertrippelten, mußte sie schon wieder lächeln.
„Vater, siehst du die japs?“
„Ich sehe, Ethel,“ antwortete Lloyd stereotyp.
Lloyd wußte genau, daß sie in unmittelbarer Lebensgefahr schwebten, aber er verriet sich mit keinem Wort. Er befürchtete nicht, totgeschlagen zu werden, nein, aber er wußte, daß, sobald eine Stimme rufen sollte: „Das ist Lloyds Wagen!“ folgendes eintreten mußte: die Neugierigen würden seinen Wagen umdrängen und zerdrücken. Man würde sie (ganz ohne Arg!) herausholen und sie würden totgedrückt werden. Im besten Fall hatten Ethel und er das Vergnügen, auf zwei Paar Negerschultern die Prozession durch New York mitzumachen — und das war keineswegs nach seinem Geschmack.
Er bewunderte Ethel, die er stets bewunderte. Sie dachte gar nicht an Gefahr! Sie war in dieser Beziehung wie ihre Mutter.
Er erinnerte sich an eine kleine Szene, die sich in Australien zutrug, damals, als sie noch kleine Leute waren. Eine wütende Dogge stürzte sich auf Ethels Mutter. Was aber tat sie? Sie bot der Dogge Ohrfeigen an und sagte höchst indigniert: „You go on, you!“ Und der Hund wich aus irgend einem Grunde tatsächlich zurück. Daran dachte er, und seine Haut legte sich in Falten, weil er lächeln mußte.
Plötzlich aber surrte der Motor und der Wagen setzte sich in Bewegung.
Lloyd streckte seinen ausgetrockneten Mumienkopf vor und lachte, wobei seine Zunge stoßweise durch die Zähne fuhr. Er klärte Ethel über die Gefahr auf, in der sie eben (eine Stunde lang) geschwebt hatten.