Die Welt lag in einem Krampf von Spannung. Die Tunnelpapiere aber begannen zu sinken.

Eines Nachts jedoch wurde Allan von Strom angerufen, und als er durch den Stollen kroch, kam ihm Strom entgegen, triefend von Schweiß, schmutzig und kaum mehr menschenähnlich. Und zum erstenmal sah Allan diesen kühlen Menschen in Erregung und sogar lächeln.

„Wir sind Müller auf der Spur,“ sagte Strom.

Am Ende eines tiefgehenden Schrägstollens, wo die Luft durch den Schlauch pfiff und kühlte, stand ein Registrierapparat unter einer Grubenlampe und zwei geschwärzte Gesichter lagen daneben.

Der Registrierapparat verzeichnete zwei Uhr eine Minute eine millimeterfeine Schwankung. Müller mußte in genau einer Stunde wieder sprengen, und die vier hockten eine Stunde lang in atemloser Erregung vor dem Apparat. Genau drei Uhr zwei Minuten zitterte die Nadel wieder.

Die Zeitungen gaben Extrablätter aus! Wäre Müller ein großer Verbrecher gewesen, dessen Spur eine Meute von Detektiven aufstöberte, die Sensation hätte nicht größer sein können.

Die Arbeit war von nun an leicht. Nach vierzehn Tagen stand es fest, daß Müller unter ihnen sein mußte. Mac telephonierte ihm „heraufzukommen“. Und Müller ließ den Stollen in die Höhe treiben. Nach vierzehn weiteren Tagen waren sie einander so nahe, daß der Apparat sogar das Arbeiten der Bohrer verzeichnete. Nach drei Monaten hörte man mit eigenen Ohren den Knall des Sprengens. Ganz dumpf und fein wie ein Donner in der Ferne. Nach weiteren dreißig Tagen hörte man die Bohrer! Und dann kam der große Tag, da ein Bohrloch die beiden Stollen verband.

Die Arbeiter und Ingenieure jubelten.

„Wo ist Mac?“ fragte der „fette Müller“.