Der Rajah ging. Langsam und würdevoll schritt er in der Sonne dahin dem Pavillon zu.

Michael Petroff sah ihm nach. Er lächelte und schüttelte den Kopf. „Was für ein wunderlicher Mensch er doch ist!“ sagte er und lachte. Und als er sein Lachen hörte, lachte er nochmals laut und fröhlich und schnippte mit den Fingern dazu. „Hahahaha!“

Der „Rajah“ aber trat in Engelhardts Zimmer und teilte ihm mit, daß er gesonnen sei, ihm seine Seele zu überlassen. „Wenn die Götter mein Opfer annehmen wollen.“

Engelhardt, der wie tot auf dem Bett lag, öffnete die Augen und sah ihn an.

„Wollen Sie?“ keuchte er und seine Hände und sein Gesicht zuckten.

„Ja.“

„Drei Tage will ich noch kämpfen!“ keuchte Engelhardt.

Der „Rajah“ zog die Türe zu. Er begab sich in sein Zimmer und schrieb mit großen, fliegenden Buchstaben, die alle in verschiedene Richtungen flatterten, einen kurzen Brief an Doktor März.

„Euer Hochwohlgeboren,“ so schrieb er, „der Himmel hat es beschlossen. Wir sollen den blauen Fluß nicht mehr sehen. Wir sollen die überschwemmten Reisfelder nicht mehr sehen und nicht mehr die weißen Elefanten, deren Zähne goldne Ringe tragen. Der Himmel hat es beschlossen und wir gehorchen. Sagen Sie der englischen Regierung, daß wir erhaben sind über das Gefühl der Rachsucht und Bitterkeit. Sagen Sie der englischen Regierung, daß wir gesonnen sind, unsere Untertanen zu retten und unsere Seele preisgeben, wenn den Göttern das Opfer gefällt.“

Der „Rajah“ klingelte dem Pfleger und übergab ihm ruhig und voll Würde das Schreiben. Dann entkleidete er sich und legte sich zu Bett, bereit zu sterben.