Erster Landsknecht lacht: Wenn du sonst nichts von uns verlangst, im Schwören sind wir stark wie Könige und Feldherrn.

Zweiter Landsknecht lacht: Wir schwören wie der Papst und der Luther zusammen. Faßt eines der Mädchen an.

Zweites Mädchen. Wir haben Angst vor euch! Große Angst!

Erster Landsknecht. Niemals haben wir einer Jungfer etwas zuleide getan, die so lieblich war wie ihr. Kommt, oder wir schließen die Tür.

Zweiter Landsknecht. Wollen euch Kunststückchen beibringen, daß euch das Lachen bis in den Magen kitzeln soll. Könnt ihr auf dem Rücken tanzen? Könnt ihr auf Zehen und Fingerspitzen tanzen? Das alles sollt ihr bei uns lernen und noch mehr! Die Mädchen treten ein.

Schreien der Mädchen.

Wüstes Lachen. Die Tür wird geschlossen.

Grelles Mondlicht.

Johann erscheint von rechts auf dem Wall. Sein Antlitz ist mit Schweiß bedeckt. Schreit: Ich lasse dich nicht, Herr! Siehe deine Stadt! Dein Reich! Die Heiden umschwärmen deinen Thron, Herr! Vater im Himmel, laß diese Erde endlich Frieden haben. Siehe, sie haben dein Wort in den Staub getreten. Sie haben Lüge und Spott aus deinem Wort gemacht. Dulde nicht, daß sie dich länger verhöhnen. Die Armen und Elenden weinen zu dir Tag und Nacht und die Heuchler und Hochmütigen stolzieren einher.

Herr, Herr! Vater im Himmel!