Dusentschur mit schriller Stimme, hin und her eilend: Den schwarzen Tod in den Rachen des Bischofs! Tod und Schweiß in den Rachen der Ungläubigen!
Krechting. Bischof Franz wird heute nacht böse Träume haben, Bruder Dusentschur. Die wilde Hölle wird ihn jagen, so wahr ich Bernhard Krechting heiße und früher Prediger im Gildehaus war.
Dusentschur fanatisch: So soll es in Zukunft allen ergehen, die sich vermessen, die Hand zu legen an die Mauern der heiligen Stadt Münster, die Gott auserwählt hat! Gottes Atem soll sie zu Asche verbrennen!
Rottmann erschüttert: Lobsinget dem Herrn! Preiset den Allgütigen! Mit einem Blick zum Himmel, betend. Vater im Himmel! Er bedeckt das Gesicht erschüttert mit den Händen.
Gert tom Kloster lachend: Bruder Dusentschur hat sie mit der Hand abgewürgt wie Katzen.
Redecker. Er war wie ein Würgengel Gottes in ihren Reihen.
Gert tom Kloster. Der Herr sei mir gnädig, ich möchte Dusentschur nicht vor den Wällen von Münster in Feindschaft begegnen.
Dusentschur feierlich, gläubig: Ich brauche keine Waffe! Der Herr ist meine Waffe!
Krechting. Ich habe Dusentschur bei den Vorwerken gesehen. In einem Haufen von bischöflichen Reitern. Dusentschur, beim Himmel, durch welches Wunder bist du wiedergekommen?
Dusentschur mit funkelnden Augen: So wahr ich Dusentschur bin, Goldschmied aus Warendorf – und habe viele Ketten geschmiedet – so will ich eine Kette schmieden und den Bischof Franz will ich binden und vor den Stufen von Gottes Thron will ich den Satan niederlegen!