Knipperdolling drohend auf Wenzel deutend: Er wird der Judas sein, der Münster an den Bischof verrät.
Wenzel greift nach dem Schwert: Was sagst du, Knipperdolling?
Dusentschur beschwörend zu Knipperdolling, mit furchtbarer Gebärde: Verstumme, du böser Geist!
Knipperdolling redet sich immer mehr in Raserei: Du hast ein Zeichen vom Himmel versprochen, Johann. Wir werden es ja sehen, das Zeichen. Wer hat geraten, das Lager des Bischofs zu überfallen nach dem großen Sieg im Herbst? Ich! Wer hat gezögert? Du! Längst wäre der Bischof zerschmettert und Münster frei. Wir werden ja sehen, wie du mit fünf Mann die Stadt gegen den Bischof hältst. Er lacht rasend.
Johann wächst in die Höhe. Er steigt die Treppe hinab, bleich und furchtbar. Knipperdolling verliert sofort die Sicherheit. Legt ihn in Eisen! Der Satan hat von Knipperdolling Besitz ergriffen. Bereut er nach drei Tagen nicht, so werde er hier auf diesem Platze gerichtet. Fort mit ihm!
Knipperdolling schäumend: Wer wagt es, Hand an mich zu legen.
Dusentschur. Ei, du Höllensohn, fährt dir das Feuer aus dem Maul? Packt ihn, Freunde!
Die Leibwache ergreift ihn. Die Erregung ist ungeheuer. Die Menge ergreift teils für Knipperdolling, teils für Johann Partei. Rufe: Johann! Knipperdolling! Was ist das? Was soll das werden?
Johann drohend: Wer ergreift seine Partei?
Stille. Knipperdolling, der verzweifelt lacht, wird abgeführt. Einige folgen ihm.