„Sie hat mir sehr leid getan“, sagte ich. „Ich habe alles gehört, es ist traurig. Sie war so schön und stolz.“
„Das war sie, ja.“
Sie habe ihr einige Wochen vor ihrem Tode geschrieben, daß sie mich grüßen solle, träfe sie mich irgendwo einmal. Vor einem Jahre etwa war das. Vor zwei Jahren sei Claire bei Graf Flüggen zu Besuch gewesen, drei Monate, sie seien einigemal hier vorbeigefahren. Ob ich sie nicht gesehen hätte?
„Nein.“ Ich sagte die Wahrheit. „Ich danke Ihnen für die Grüße, Fräulein Giselher.“
Damit war das unangenehme Gespräch beendet. Wir plauderten noch einiges. Vielleicht habe sie gehört, ob der Geiger Harry Usedom nun Rote Buche gekauft habe oder nicht?
Doch, Herr Usedom habe Rote Buche gekauft.
„Der alte Herr Usedom, wo lebt er gegenwärtig?“
Gegenwärtig lebe er auf Rote Buche bei seinem Sohne.
Es wurde dunkel. Ingeborg erhob sich. Ich erbot mich, sie ein Stückchen zu begleiten, da es dunkel und stürmisch sei.
Bis zur Höhe nähme sie die Begleitung mit Freuden an, aber nur bis zur Höhe.