Sie sprach noch einige Worte, dann ging sie.
„Ich danke für den Besuch, Fräulein Giselher!“ sagte ich.
„O, bitte,“ erwiderte sie und lächelte über die Schulter zurück. „Es war ja kein Besuch, ich kam ganz zufällig vorüber. Adieu, Fürst!“
Sie steuerte durch die Wiese, sprang über den Graben und verschwand im Walde.
Ich blickte ihr nach. Wie durchnäßt sie war, dachte ich, wie es über ihre Wangen rieselte! Und ich dachte, wie war das mit dem Karpfenteiche? Wie kann ein Mensch nur auf diesen Einfall kommen? Ich lächelte.
2
Dies war unser erstes Gespräch. Dann sah ich sie lange Zeit nicht mehr, die Tochter des Holzfällers aus dem Walde. Ich lebte ruhig in meinem Hause im Bergwalde und es war Frühling. Hier und da kam sie mir in den Sinn: es rieselte so über ihre Wangen! Und als einmal meine Blicke auf die Türkise eines Schmuckes fielen, schwebten ihre Augen vor mir. Sie waren wie betaute Türkise.
Ich dachte nicht mehr an sie.
Ich lebte ruhig für mich in meinem Hause, ich streifte in den Wäldern umher.