Ich bat ihn einzutreten, bis die Knechte den Schaden ausgebessert hätten.
Wir saßen in meinem Zimmer und plauderten.
„Sie haben herrliche Gegenstände hier,“ sagte er und betrachtete alles mit kindlicher Freude. Er sah immer noch bleich aus, aber er ging aufrecht und sprach frei und heiter. Sein Blick fiel auf die Türe, wo die Worte standen: Du gehst Ingeborg? er zuckte zusammen, starrte die Worte an, wurde rot. Dann sammelte er sich wieder und sprach über die Gegenstände, die in meinem Zimmer standen.
Er sprach über jeden einzeln, ließ sich seine Geschichte erzählen, lächelte, hörte aufmerksam zu, aber seine Gedanken wanderten. Der Wagen war ausgebessert.
Harry Usedom ging nicht.
Er sprach weiter über Vasen und Schalen, dazwischen ging er an den Flügel und schlug einige Akkorde an. Er sprach, lachte leise und dazwischen horchte er. Ob ich eine Geige habe? Ich brachte sie ihm und er griff hastig danach und spielte. Er ging langsam hin und her, während er spielte. Er riß in den Saiten, er sang. Seine Augen leuchteten, sie wurden trüb, sein Gesicht spielte mit. Ich verstand wohl was er spielte.
Mitten in seinem Spiele trat Ingeborg ins Zimmer.
Ihr Gesicht glühte, ihre Augen schimmerten licht und blau. Pazzo kam mit ihr herein. Er bellte und knurrte und wollte auf Usedom losfahren.
Usedom hörte augenblicklich auf zu spielen. Er legte die Geige auf einen Stuhl. Dann nahm er sie vom Stuhle und legte sie auf den Flügel. Seine Hand zitterte, so daß die Geige klapperte, während er sie auf den Flügel legte.
„Du hier?“ sagte Ingeborg und streckte ihm die Hand hin.