Der verbeugte sich leicht und sagte: „Dr. Scholl.“
Ginstermann sann eine Weile nach, dann kam ihm der Gedanke, daß dies wohl der Bruder von Fräulein Scholl sein müsse, und daß er krank gewesen sei.
Er stützte sich auf die Ellbogen und richtete sich etwas in die Höhe.
„Erklären Sie mir, bitte —? Bin ich krank?“ fragte er.
Der blonde freundliche Herr ließ sich auf einen Stuhl neben dem Bette nieder und entgegnete:
„Sie hatten etwas Fieber, Herr Ginstermann. Nun ist es vorbei. Wie fühlen Sie sich?“
„O danke. Es ist mir, wie soll ich sagen — wie als Kind, wenn ich lange und tief geschlafen hatte.“
„Sie werden sich wohl etwas wundern, wie ein Wildfremder zu Ihnen hereinkommt?“
Er hatte sich gar nicht darüber gewundert, aber jetzt war er erstaunt darüber.
Der Blonde lächelte, und Ginstermann bemerkte, daß es kein glückseliges Kinderlächeln sei, wie es ihm vorhin geschienen, sondern ein sanftes, seelenvolles Lächeln, wie er es noch nie gesehen.