Die Leopoldstraße hinauf geht ein Mann, die Augen zusammengekniffen, um nicht herauszulachen. Die Hände in die Rocktaschen vergraben, um nicht die Leute am Rock zu fassen und zu schütteln, die Zehen verkrampft in den Schuhen, um nicht zu tanzen.

So gehen die Menschen, denen das Glück ins Herz fiel.

Das bin ich.

Er läuft in die aufgespannten Schirme hinein, zieht den Hut, entschuldigt sich mit einem Schwall von Worten. Jemand tritt ihn auf den Fuß und sagt: Pardon. Er wendet sich um und ruft lachend: Bitte sehr, bitte sehr, hat gar nichts zu sagen. Er geht auf einen Schutzmann zu und fragt, wo es nach der Feldherrnhalle gehe. Immer geradeaus. — Ob man sich nicht verlaufen könne? Nicht? Herzlichen Dank.

Er deutet auf eine Plakatsäule und sagt: Eine Villa am Chiemsee ist gegen Blauplätze zu vertauschen. Offerten unter „Chiemsee“. Vermittler verbeten.

Das bin ich.

Er bleibt stehen und spricht: Geehrte Dame, ich wünsche Ihnen eine hübsche, langwierige Krankheit. Eine Krankheit, die Ihnen erlaubt zu essen, zu trinken, was Sie bevorzugen, zu tanzen, wenn Sie Lust haben, die Sie aber wie Millionen Nadeln durchfährt, wenn Sie abreisen wollen. Diese hübsche Krankheit wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen, o geehrte Dame.

Das bin ich, liebe Brüder, das bin ich!

IX.

Nachdem die ersten Wogen des Glückes zurückgeebbt waren, fand Ginstermann die Kraft, sich zu fassen. Das vibrierende Wonnegefühl, das sein ganzes Wesen durchzitterte, löste eine still-übermütige Stimmung in ihm aus.