Copyright 1920 by Albert Langen, Munich

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[Ein Verzeichnis]
der früher
von

Sir Galahad

verfaßten und herausgegebenen
Werke findet sich
am Schluß
dieses Buches.

An das Publikum. Du führst einen Namen und brauchst keinen Beweis deines Daseins, du findest Glauben und tust keine Zeichen, denselben zu verdienen. Du erhältst Ehre und hast weder Begriff noch Gefühl davon. Wir wissen, daß es keine Götzen in der Welt gibt. Ein Mensch bist du auch nicht; doch mußt du ein menschlich Bild sein, das der Aberglaube vergöttert hat. Es fehlt dir nicht an Augen und Ohren, die aber nicht sehen, nicht hören; und das künstliche Auge, das du machst, das künstliche Ohr, das du pflanzest, ist gleich den Deinigen blind und taub, du mußt alles wissen und lernst nichts. Du mußt alles richten und verstehst nichts. Du dichtest, hast zu schaffen, bist über Feld oder schläfst vielleicht, wenn deine Priester laut rufen und du ihnen mit Feuer antworten solltest. Dir werden täglich Opfer gebracht, die andre auf deine Rechnung verzehren, um aus deinen starken Mahlzeiten dein Leben wahrscheinlich zu machen. So ekel du bist, nimmst du doch mit allem fürlieb, wenn man nur nicht leer vor dir erscheint ... weil du Züge menschlicher Unwissenheit und Neugierde an deinem Gesichte trägst ... was die Wirkungen deiner Mahlzeiten anbetrifft, so lernte bei einem ähnlichen Gefühl derselben Vespasian zuerst das Glück deines Namens kennen und soll auf einem Stuhl, der nicht sein Thron war, ausgerufen haben: Uti puto, deus fio.

Johann Georg Hamann

Erstes Buch

Der reife Schlaf fließt auseinander.