Er, den Sibyl im Haßstrahl als Lebenswucherer gesehen, saß am ligurischen Strand in seinem Landhaus und rechnete ab.
Lloyds hatten die Versicherungssumme wieder glatt ausbezahlt, wiewohl Selbstmord vorlag: ein überaus kulanter Betrieb. Den ungeheuren Grundbesitz hatte er an ein Hotelkonsortium sehr günstig verkauft. Es war eine seiner glücklichsten Terrainspekulationen gewesen.
Nur das von Sibyls Geld erworbene Land behielt er.
„Ich trenne mich zu schwer davon. Wieviel Erinnerungen an die Frau, der ich Jahre meines Lebens geopfert.“
„Brangäne“ wedelte zu ihm auf:
„Du hast ja so viel Pietät.“
Sie blieb, was immer geschah. War geblieben als Haushälterin, Maitresse, uneheliche Mutter, Zutreiberin, Komplize. Wartete, schlau und zäh, bis er ermüdete, und doch vielleicht noch ihre Stunde kam.
Er machte eine milde, bedauernde Bewegung mit der Hand.
„Ein Wesen, das mir so lange nahe stand: Ich mußte die Behörden verständigen, zu verhindern suchen, daß sie verschleppt werde, in einen asiatischen Harem. Daß eine Dame so weit sinken konnte?“
Dann, mit großen, braunen Augen, gerührt: