Wer mochten diese mißfarbigen Barbaren sein?

Sie schienen sich ihres trüben Baues jedoch keineswegs bescheidentlich bewußt, zergafften vielmehr mit hämischer Überheblichkeit das rhythmische Arbeiten der gelben Matrosen. Als jetzt die beiden morgenländischen Gestalten auf dem Landungssteg erschienen, brach der Haufe, ohne ersichtlichen Grund, in ungezogenes Gebaren aus. Der Japaner näherte sich, und hinter dem gelben Tarnhelm seiner Gesittung hervor:

„In Port-Said mir erlaubt, Nötiges für erhabene Ankunft besorgen. Sir und Lady zu schönes Gewand. Risken Insult. Wenn aber insultiert worden, Sir und Lady dafür eingesperrt.“

Dann mit kaum merkbarer Ironie vor des andern blanker Miene, die zu fragen schien: „Was geht es Menschen an, wenn andere Menschen anders gekleidet gehen?“

„In der erhabenen Heimat von Mob mißhandelt werden verboten — für Mißhandelten. In der erhabenen Heimat das heißen: öffentliches Ärgernis erregen.“

Jetzt war er endlich ebenso töricht, kläglich und schmerzhaft gekleidet, wie der amorphe Haufe drüben. Nun, im Inneren der weißen Welt konnte man das ja alles wieder abtun. Um viele Weihestätten gab es üble Gasgürtel von unbegreiflicher Pest; in unmenschlicher Vermummung mußte der Sucher: der Zu-Prüfende, hindurch.

Unbeirrbar im Wohllaut seiner Pulse — unangreifbar in seinem eignen Kraftfeld schritt er — Gargi auf den Armen seiner Seele — in den Ring aus fahler Mißzucht hinein.

Nur einmal zuckte es doch in ihm auf: irgendein Kerl, Fäuste in Hosentaschen, hob auf gespreizten Fersen, mit vagem Hohn Gargi seinen Geschlechtsteil entgegen, pfiff durch Lippen, an denen jeder räudige Hund genagt:

„Oh la la — les petites fesses!“

Die weiße Glorie ließ ihren Saum auf grauenhaft raffinierte Art behüten.