[9] Macramè sind aus Fransen geknüpfte Spitzen, wenn der Faden der Fransen zu lang war, verwirrte er sich leicht. Der Gedanke lag nahe, ihn auf einer Spule aufzuwickeln – nun wurde die Spule ein Hindernis beim Knüpfen, man verkreuzte die Fäden einfach oder geflochten – dies bedingte aber vorläufige Stützpunkte – erst mit der Erfindung der Drahtstecknadel (Nürnberg 1513) konnten die eigentlichen Klöppelspitzen ausgeführt werden.

[10] Das Wort Häkelnadel könnte leicht einen falschen Begriff geben; sie dient nur dazu, um den Faden in einer Schlinge am Rande der fertigen Motive durchzuziehen, durch welche Schlinge ein Klöppelpaar gezogen wird.

[11] Man kann aber ebensogut diese selben Spitzen alte Brabanter, alte Brüsseler, nennen – es erscheint mir nur angezeigt, den wirklich einst gebräuchlichen Namen zu verwenden.


Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert.

Die unterschiedlichen Schreibweisen der Spitzenbezeichnungen (Bindestriche, Auszeichnungen, Groß- und Kleinschreibung, Akzente) und Personennamen wurden beibehalten.

Der Punkt bei Mme wurde einheitlich ergänzt.

Korrekturen:

Inhaltsverzeichnis: VI → VII, 50 → 60
Vorwort VII
Malines 60