Die ich nun die Letzte bin?

Ach! daß diesen bittern Schluß

Die Erfahrung gründen muß,

Und, daß eben an den Meinen

Dieser Wechsel soll erscheinen!

Hymnologische Studien von heute beschäftigen sich wieder mit der gräflichen Dichterin und könnten auf die Trauerreden hingewiesen werden, die nach ihrem Tode im Lande Schwarzburg gehalten wurden: drei Geistliche führen das Lied als Gedankenerbe der Gräfin an. Und wenn nach dem Neuhaus gefragt wird, wo die Gräfin verkehrte, so wäre der Pfarrer Johann Gottfried Holzhey von Mellenbach zu vernehmen. Er erinnert den trauernden Grafen Albert Anton daran, wie er fast einviertel Jahrhundert hindurch dem Grafenpaar zur Frühlings- und Herbstzeit auf dem tannenumrauschten Herrenhaus das Wort Gottes verkündet hat.

Auch äußere sprachliche Form vermittelt Stimmung, darum sei das Lied hier buchstäblich so wiedergegeben, wie es von Seite 23 ab in dem Andachtsbuch der Gräfin steht:

1.

Wer weiß, wie nahe mir mein Ende,

Hin geht die Zeit, her kömbt der Tod,