Seine Händchen hatten jetzt in die Höhe gegrapscht, die kleine
Mieze ließ von ihm ihre Stirnlöckchen zausen.
"Nein, Dickchen! Nu sieh doch bloß! Nu sieh doch bloß!"
Der kleine Ole schneuzte sich. Er war wie mit Blut übergossen.
"Ja! Das glaub ich! Das hast du wohl noch nicht so gut gehabt,
Dickerchen! Wie?"
Jetzt hatte sich endlich auch Frau Wachtel über ihn gebückt. Ihr Taschentuch lag wieder sauber ausgefältelt auf ihrem Schoß, sie kitzelte ihn wohlwollend unterm Kinn.
"Ach, mein Putteken! Ach, mein Mäuseken! Hab'n se dir so lange hungern lassen!"
Ihre Stimme zitterte, sie sah noch ganz verweint aus.
Amalie tunkte gerade ihre Soße auf.
Der große Thienwiebel aber hatte sich nunmehr rücklings in seinen Stuhl zurückgelehnt und starrte jetzt, die Hände in den Hosentaschen, erhaben oben in die beiden gelben Lichtkleckse, die die Lampen zitternd an die Decke malten.
Denn, was ein armer Mann wie Hamlet ist… Nichts mehr davon!