"Ha, blut'ger kupplerischer Bube! Unmöglich, bei diesem verwünschten Geschrei ein Wort zu verstehn! Wenn du nicht gleich still bist, du infames Balg, dann schlag ich dich blitzblau wie eine Heidelbeere!"
"Nicht doch! Das kneift ja, Ole! Au!"
"Ach was, Schäfchen! Laß doch!"
Das Sofa hatte in diesem Augenblick genug mit sich selbst zu tun.
Amalie, die auf ihrer kleinen Fußbank schon wieder halb eingenickt war, blinzelte kaum. Der große Thienwiebel war vor einer zweiten Ohrfeige sicher.
Er hatte sich jetzt in seiner roten Bettdecke ergrimmt vor den Korb gestellt und brüllte nun wütend auf das arme, kleine Bündelchen ein.
"Willst du still sein, du—Lausbub!?"
Aber der "Lausbub" war's nicht. Er wollte auch mal va banque spielen. Er schrie jetzt, als wenn er seine kleinen Lungen auseinandersprengen wollte.
"Aber…Das ist doch wirklich unerhört!…Na, warte! Du…Du—Lindwurm, du! Warte!"
Er prügelte ihn jetzt, daß es nur so klitschte. Als aber auch das nichts half, riß er das Kopfkissen unter ihm vor und preßte es ihm auf das Gesicht. Der kleine Fortinbras war jetzt auf einen Augenblick vollständig verstummt. Sein Geschrei war wie abgeschnitten.