"Herr Gott, Niels! Ich muß ja inhalieren! Da, nimm doch mal das
Kind!"
"Natürlich! Auch noch Kinderfrau! Oh, Ich reiße Possen wie kein andrer! Was kann ein Mensch auch andres tun als lustig sein? Still, Krabbe!! " Der kleine Krebsrote schwieg wieder. Er war noch nie so verblüfft gewesen.
"Da! Nimm's! Kau's! Friß! Verschluck's!"
Der große Thienwiebel hatte es jetzt sogar über sich gewonnen, seinem ungeratnen Sprößling auch den Schnuller in den Mund zu stopfen. Mehr war unmöglich zu verlangen!
Amalie hatte unterdessen die Ofenröhre aufgemacht und entnahm ihr jetzt einen kleinen, grünglasierten Kochtopf. Ein nach Salbei duftender Brodem entstieg ihm. Nachdem sie dann noch das kleine Geschirr neben den Ofen auf einen Stuhl und sich selbst auf die Fußbank davor gesetzt hatte, machte sie jetzt ihren Mund auf und atmete das heiße Zeug langsam ein.
Der große Thienwiebel, der sich unterdes mit seinem impertinenten kleinen Krebsroten auf die Tischkante placiert hatte, sah ihr nachdenklich zu.
"Hm! Weißt du, Amalie?
"Hm??"
"Weißt du? Wir haben eigentlich eine ganz falsche Methode, das Kind zu nähren, Amalie!"
"Ach was!"