WECKLIED AN DIE NORWEGISCHE SCHÜTZENGILDE
(1881)
Zu den Fahnen, zu den Fahnen,
Junger Freiheit Chor!
Eure Fahnen, eure Fahnen,
Schützen, hebt empor!
Hinterm Stutzenringe
Unsrer jungen Schar
Soll der Greis im Tinge
Reden fest und klar.
In dem frischen
Kugelzischen
Liegt ein muntrer Klang;
Freiheitkündend,
Führt er zündend
Uns zum Königsrang.
In die Tingesrunde
Klingt aus Talesgrunde
Hell und freudig "ja" auf "ja",
Daß aus Stutzenröhren
Wir das Echo hören
Als ein tausendfältiges Hurra.
Hurra,
Hurra, hurra, hurra, hurra.
Mutter Norge lauscht so heiter
Auf des Widerhalles Töne,
Und durch ihre jungen Söhne
Erbt das Freiheitsgut sich weiter.
ARBEITERMARSCH
Takt! Takt! Auf Takt habt acht!
Der ist mehr als halbe Macht.
Formt aus vielen, vielen Einen,
Hebt den Mut der bangen Kleinen,
Läßt das Schwerste leicht erscheinen,
Zeigt die Ziele uns, die reinen,
Näher, schärfer ohne Schatten,
Als wir auf dem Korn sie hatten.
Takt! Takt! Auf Takt habt acht!
Das ist mehr als halbe Macht.
Nahn im Takt wir einige hundert,
Ist da keiner, der sich wundert;
Nahn im Takt wir einige tausend,
Wird sein Ohr schon mancher recken;
Nahn im Takt wir hunderttausend,—
Ja, dies Dröhnen wird sie wecken!
Takt! Takt! Auf Takt habt acht!
Der ist mehr als halbe Macht.
Wenn in solchem Takt wir schreiten
Fest von Norges Uferweiten
Bis zum höchsten Katarakte,—
Kommen alle wir im Takte,—
Schwinden Herren, schwinden Knechte,
Helfen jedem wir zum Rechte!