„Ich aber würde Wahrheit erzählen, liebes Fräulein Emma und Fräulein Olga, o Wahrheit,“ sagte er glühend. „Und Wahrheit hat keine Pointe. Nein, sie bedarf ihrer nicht! Holla, sie geht nicht auf dem Schreibtisch spazieren!“
Er sprang auf und eilte fort.
*
Einmal sah ich sie beisammen sitzen. Sie und ihn. In einer Nische des Hotelparks. Sie besahen sich gerade ein fadendünnes Goldkettchen, ein Medaillon war daran.
Und er mußte sie lehren, wie man das Medaillon öffnet und wieder zumacht. Und gleich, gleich nimmt sie es ihm aus der Hand.
Ach, voll Eifer ist sie ...!
Da entdeckt sie etwas darin, und die Freudenröte breitet sich über ihr Gesicht. Strahlt sie nicht? Sicuro, sie strahlt ...
Und dann, was tat sie nicht alles mit ihrem Medaillon und in ihrem Glück! Sie legt das Medaillon auf den Handrücken, läßt es da eine Weile so liegen und betrachtet es, das gelbe, glatte Gold, auf dem hellen Handrücken.
Dann, als sie sich das Medaillon um den Hals hängen will, nimmt er es ihr aus der Hand, schaut ihr in die Augen, hängt es ihr um.