Wollbaum (Bombax Ceiba; „Mparamusi”). Der Riese des Waldes; 40–50 m hoch. Gelblich-grüner, buchenähnlicher Stamm, 4½ m im Durchmesser, mit tafelähnlichen Strebepfeilern umwachsen, 30–40 m astlos. Die Krone breitet sich oben mächtig aus. Immergrüne Blätter. Die im Samen enthaltene seidenartige kurze Wolle wird zum Füllen von Kissen benutzt. Das leichte, sehr weiche Holz dient zu Schnitzereien und auch zu Canoes.

Palmen.

Arecapalme, Betelnußpalme (Areca catechu). Schlanker Stamm, 12–19 m hoch, bis 60 cm im Umfang. Gefiederte, 4 m lange Blätter. Die ovalen Früchte, von der Größe und Form eines Hühnereies, wachsen büschelartig, enthalten der Muscatnuß ähnliche Kerne; werden getrocknet, zerschnitten, mit Gewürz bestreut und kommen so in den Handel. Man kaut die Stücke zur Reinigung des Mundes und als Reizmittel. Eine Palme liefert 200–800 Nüsse jährlich.

Bambusa („Viansi”). Der Stamm besteht aus einem mächtigen Bündel schaftartiger, hohler, 15–18 m langer Zweige, die dicht aus dem Boden herauswachsen. Die Bambusa gedeiht an feuchten Stellen in Wäldern und außerhalb derselben. Die Schäfte werden zu Bauzwecken und zu leichtem Zimmergeräth verwendet.

Delebpalme (Borassus aethiopum; „Mvumu”). 18–22 m hoch. Stamm 60 cm im Durchmesser; oberhalb der Mitte angeschwollen; rauh mit abgewelkten Zweigen; fächerartige Krone. Jeder Baum hat 10–15 Fruchtbüschel mit 8–10, 3–5 kg schweren Früchten. Gelblich-rothe, kinderkopfgroße Früchte, wie Ingwer schmeckend. Das saftige, ananasartige Fleisch umschließt länglich runde, eßbare Kerne. Die Früchte werden auf Kohlen geröstet. Aus den Blütenkolben wird Wein gewonnen. Die Blätter dienen zu Umzäunungen und Dachdeckungen; das Holz zu Bau- und Schreinerholz. Die Delebpalme bildet Wälder.

Dumpalme (Hyphaene thebaica; „Mohama”). 9 m hoch. Der Stamm gabelt sich oben in einige Aeste mit fächerartiger Krone. Die Früchte mit dicker, mehliger Rinde sind von angenehmem Geschmack.

Kokospalme (Cocos nucifera; „Mnasi”). 30 m hoch. Sehr schlanker, elastischer Stamm von 30–60 cm Durchmesser. 10–12 gefiederte Blätter von 4–6 m Länge bilden die nach allen Seiten ausgebreitete Krone. Die Früchte sind die Kokosnüsse (bis zu 120 an einem Exemplar) von melonenartiger, dreikantiger Form. Die unreife Kokosnuß enthält einen milchig flüssigen Saft, die Kokosmilch. Mit zunehmender Reife wird das Innere eine fleischige Masse, die getrocknet als Kopra zur Bereitung von Kunstbutter in den Handel kommt. Die Kerne der vollausgereiften Kokosnuß schmecken wie Haselnüsse und sind sehr nahrhaft; aus ihnen wird das Kokosöl gepreßt. Aus der faserigen Hülle der Kokosnuß werden Schnüre und Seile gedreht.

Palmyrapalme, Weinpalme (Borassus flabelliformis). 19–22 m hoch. Der Stamm läuft kegelförmig zu. Große Fächerblätter aus der breiten Krone. Die Frucht ähnlich wie die Kokosnuß, mit schwammigem, saftigem Fleisch, werden roh oder geröstet gegessen, bilden ein wichtiges Nahrungsmittel. Die Blütenkolben liefern Wein. Das schöne schwarze und steinharte Holz zu Tischlerarbeiten verwendbar.

Phönixpalme, die wilde Dattelpalme (Phönix sylvestris; „Mkindu”). 12 m hoch. Graziöse, gebogene Stämme mit luftiger, gefiederter Krone, bestehend aus blaugrünen 3 m langen Blättern. Die Früchte ungenießbar. Aus dem zuckerreichen Saft des Stammes wird wohlschmeckender Wein bereitet.

Raphiapalme (Raphia vinifera). Es ist eine Fiederpalme mit niedrigem, dickem Stamm, der am Ende eine Rosette von mächtigen Wedeln trägt. Die gänseeigroßen Früchte sind hochroth und goldbraun, mit Ananasgeschmack, aber hart und fest geschlossen. Sie liefert Palmwein.