Der Rukigura (Mbusine oder Kikula) mündet bei Mfute in den Wami. Er ist ein reißendes, klares und fischreiches Wasser. Bei Mbusine beträgt seine Breite 20 m, seine Tiefe 1,80 m. Der Mittel- und Oberlauf wurde noch nicht erforscht. Last’s Angaben darüber können nicht auf zweifellose Geltung Anspruch machen.

Die Karavanenstraße, welche über die erste Terrasse von Mrere nach Ndumi führt, wird von einer Anzahl nordsüdlich fließender Bäche durchschnitten, deren stärkster der Pakurehe bei Msisi zu sein scheint. Wo diese Gewässer entspringen, durch was für ein Land sie fließen und wo sie münden, ist gänzlich unbekannt.

Klima.

Die Küste hat ähnlichen Wechsel zwischen Trockenzeit und Regenzeit wie Sansibar. Je weiter man nach dem Innern vordringt, desto höher steigert sich die Menge der Feuchtigkeit; denn der vom Meere her wehende Ostwind wird am Ostrand der Gebirge abgekühlt und verdichtet sich zu Thau- und Regenfall. Was in der Mitte zwischen Gebirge und Küste liegt, also die erste Terrasse, erhält weniger, aber wegen der geringen Breite nicht viel weniger Feuchtigkeit.

Im westlichen Theil von Useguha dauert die große Regenzeit von Januar bis Ende März oder Anfang April; die kleine Regenzeit nur ein paar Wochen, von Mitte September bis Anfang October. Dagegen fällt in Usagara und Nguru der Regen in allen Monaten. Die trockensten Monate sind August und September.

Mehr und mit Bestimmtheit läßt sich bei dem Mangel andauernder Beobachtungen über diesen Theil der Witterung im Wami-Gebiet nicht sagen.

Gesund ist das Klima nur in den höchstgelegenen Gegenden, wie in der Kleinen Marenga-Mkali und in den Landstrichen von Mamboia und Mbambwa. In den Thalgründen verpesten die in Massen verfaulende Vegetation und die Ausdünstungen sumpfiger Tümpel die Luft.

Ueber die Temperaturverhältnisse einiger Monate geben uns die täglichen Aufzeichnungen Burton’s[9] und Marno’s[10] ziemlich sichern Aufschluß, wenn sie auch auf der Wanderung von Ort zu Ort niedergeschrieben worden sind.

Aus der nebenstehenden Tabelle können folgende Schlußfolgerungen gezogen werden:

Die Tagestemperaturen von Sansibar sind gleichmäßiger und nicht so hoch wie diejenigen des Festlandes.