»Es ist gerade nach Ihnen gefragt worden.«

»So? Wenn Sir Jasper mich zu sprechen wünscht —«

»Nicht Sir Jasper. Er ist in Geschäften nach Beverley und wird nicht vor Tische heimkommen. Vielleicht wissen Sie, daß die Herzogin hier ist?«

»Allerdings. Roy hat es mir heute morgen in St. Mellions erzählt. Sie wünscht doch nicht etwa, mich zu sehen?«

»Ja. Sie hat den Wunsch geäußert.«

»Und wünschest du, daß ich zu ihr gehe?«

»Ich halte es für das beste,« sagte sie stockend.

»Dann stehe ich natürlich ganz zu deinen Diensten.«

Er tat einen Schritt auf die Tür zu. Als Florence auf die aufrecht getragene Gestalt, in das gelassene, sonnengebräunte Antlitz blickte, regte sich, nicht zum erstenmal, ein wunderliches Gefühl in ihr. Er mochte, wie sie geäußert, nie im Leben eine Herzogin gesehen haben, aber er verriet keine Befangenheit oder Unruhe bei der Aussicht, dieser einen gegenüber stehen zu müssen. Sie mochte ihn hassen, mochte sich aufbäumen gegen die Bande, die sie an ihn fesselten, aber es war unmöglich, daß sie sich jemals seiner zu schämen hätte. Sie wäre kein Weib gewesen, hätte sie nicht etwas wie Erleichterung und Stolz bei dem Gedanken empfunden. An seinem Auftreten, seinem Benehmen konnte selbst die Herzogin nichts auszusetzen finden. In dem Bewußtsein lag ein Trost, und ein weicherer Ausdruck trat in ihr Antlitz, als sie durch ein Zeichen ihn an ihre Seite zurückrief.