»Weshalb? Weil Sie ihn nicht kennen, nicht wissen, wer er ist?«
»Freilich. Aber in einem solchen Falle genügt es, wenn ein Mieter die Miete im voraus zahlt. Es steht nicht in meiner Macht, die Sache rückgängig zu machen, selbst wenn ich es wünschte. Herr Sherriff —«
»Gut, genug davon! Geschehene Dinge sind nicht zu ändern. Wenn Sie es in der Zukunft bedauern sollten, so denken Sie daran, daß ich Sie gewarnt und Ihnen geraten habe, sich den Menschen vom Halse zu schaffen, solange es noch anging. Sherriff? Sherriff ist ein alter Narr!«
Er stand von seinem Stuhle auf. Gräfin Florence und ihr Verlobter blieben allein und sahen ihm nach, wie er rasch dem Hause zuschritt, und blickten dann einander an. Es lag Verwunderung auf beiden Gesichtern — ratlose Bestürzung auf dem des Mannes — lebhaftes Staunen auf dem des Mädchens.
Florence brach in Lachen aus und zuckte die Achseln; ihre Brauen waren hoch emporgezogen.
»Der Tee hat augenscheinlich keinen beschwichtigenden Einfluß auf ihn gehabt,« meinte sie, und setzte dann hinzu. »Wie er den Menschen haßt!«
»Leath? Ja, es scheint so. Du weißt nicht, weshalb?«
»Ich? Keinen Schimmer! Weshalb hassen oder lieben wir die meisten Leute?«
Chichester umging die Antwort und stellte statt dessen eine höfliche Frage: