»Und eigentlich bin ich doch an allem schuld.«
»Du?«
»Gewiß. Hätte ich ihn neulich nicht in meine Höhle geladen, so wäre er vielleicht ertrunken!«
Chichester zog die Brauen leicht zusammen. Er wurde nicht gern an das ›Höhlenabenteuer‹ seiner Braut erinnert, obwohl er zu gerecht war, um Leath den Vorfall entgelten zu lassen. Dennoch wäre es ihm lieber gewesen, wenn die Anspielung unterblieben. Das wußte Florence, deren wunderschöne, schalkhafte Augen unter den gesenkten Wimpern übermütig blitzten, sehr wohl. In der letzten Zeit war ihr mitunter der Gedanke gekommen, daß sie ihren phlegmatischen Verlobten eifersüchtig machen möchte. Aber sie würde es unter ihrer Würde gehalten haben, irgend etwas zu tun oder zu sagen, was ihm Grund zur Eifersucht gegeben hätte.
Cis und Roy, die aus der Ferne gesehen, daß ihr Vater von der Bildfläche verschwunden, kamen wieder herzu.
»Was mag Papa verstimmt haben?« fragte Cis.
»Ich weiß es wahrlich nicht!«
Florence war aufgestanden; es klang etwas wie Ungeduld aus ihrer Stimme. Schlank und aufrecht stand sie in ihrem schlichten weißen Kleide da und nestelte an den mattgelben Rosen an ihrer Brust. »Er mag Herrn Leath nicht leiden,« sagte sie lässig. »Das ist wohl der Grund.«
»Ebenso wie du,« meinte Cis in aller Unschuld und ahnte nicht, daß sie Chichester eine Tatsache verriet, die ihre Cousine ihn nicht hatte erfahren lassen wollen. »Weißt du noch, wie böse Papa wurde, als du sagtest, er sehe irgend jemand ähnlich?«