»Da ich mich Ihnen dort nie aufgedrängt habe, Gräfin, so darf ich hoffentlich auf Ihre Verzeihung rechnen, daß ich unaufgefordert Ihre Höhle betreten habe?«

Florence entgegnete kalt, daß sie kein Anrecht auf ein Loch in den Klippen besäße, und daß nur ihre Cousine aus Unsinn es ›ihre‹ Höhle nenne.

Cis wunderte sich im stillen, weshalb Florence so verstimmt sei; der unglückliche Mann hatte doch nichts getan, um solche Behandlung zu verdienen, und sie wurde infolge dieser Erwägung noch liebenswürdiger gegen Leath, den sie dann Wentworth vorstellte. Harry war um seiner kleinen Braut willen herzlich und freundlich, und so geschah es, daß Leath in zwangloser Weise sich als Vierter zu der kleinen Gruppe oben auf der Klippe gesellte.

Cis rückte nach einer Weile von den beiden jungen Leuten fort, legte einen Arm um die Taille ihrer Cousine, die sich in ihr Buch vertieft hatte, und fragte sie:

»Es ist dir nicht unangenehm, daß er bleibt, nicht wahr, mein Herz?«

»Herr Leath?« Sie blickte auf, als habe sie sein Dasein überhaupt vergessen. »Die Klippen sind Gemeingut. Was kann es mir ausmachen?«

»Ich dachte, es wäre dir nicht lieb, weil Papa so böse über Herrn Leath war. Weißt du noch?«

»Dann erzähle ich ihm lieber nicht, daß wir ihn getroffen haben.«

»Natürlich nicht, und ich will auch Harry warnen. Wie lebhaft die beiden sich unterhalten!«