»Ich habe schon mit Sir Jasper über unsere Hochzeit gesprochen,« hub er an, »ich möchte, daß sie bald stattfände. Ich bitte dich, so bald wie möglich einen Zeitpunkt zu bestimmen! Je früher, desto besser, — das brauche ich wohl kaum hinzuzusetzen.«
Er küßte ihr die Hand, und wieder wurde sie an den Tag, an dem er sich mit ihr verlobte, erinnert; sie wußte noch sehr wohl, wie sie dankbar und erleichtert aufgeatmet, daß das alles gewesen, was er getan.
»Ich sehe nicht ein, daß irgendein Grund zur Eile vorliegt,« versetzte sie. »Wir sind erst seit kurzer Zeit verlobt!« Ihre Stimme nahm einen weichen, einschmeichelnden Klang an. »Es kommt mir vor, als sei es erst gestern gewesen!«
»Es sind zwei Monate — eine ziemlich lange Zeit!«
»Nein, nein — eine sehr kurze Zeit! Cis und Harry, die seit undenklichen Zeiten verlobt und seit einer Ewigkeit ineinander verliebt sind, haben noch nicht einmal angefangen, über ihre Hochzeit zu reden!«
»Möglicherweise nicht,« beharrte Chichester. »Ich sehe wirklich nicht ein, was uns das angeht. Ich hoffe, du wirst die Frage in Erwägung ziehen. Du wirst sicherlich keinen Grund haben, weshalb du das nicht tun solltest.«
»Keinen Grund?« Sie lehnte sich in ihren Stuhl zurück und lachte übermütig. »Ich könnte dir ein Dutzend an den Fingern herzählen, aber ich will barmherzig sein und nur einen anführen — die Herzogin!«
»Die Herzogin? Sie hat ihre Einwilligung gegeben!«
»Zu unserer Verlobung — ja. Aber, daß wir auch nur an unseren Hochzeitstag denken ohne ihre erhabene Erlaubnis — nein, tausendmal nein! Und du verlangst wirklich, daß ich den Tag bestimme, solange sie in Pontresina weilt? Unmöglich!«
»Du meinst, wir müssen die Dinge lassen, wie sie sind, bis sie nach England zurückkehrt?«