2. „Fürwahr, es gibt zwei Formen des Brahman, nämlich: das Gestaltete und das Ungestaltete, das Sterbliche und das Unsterbliche, das Stehende und das Gehende, das Seiende und das Jenseitige.“[137]

3. „Der Gott, der Schöpfer aller Dinge, das grosse Selbst, das immerdar wohnt im Herzen des Menschen, wird wahrgenommen vom Herzen, der Seele, dem Geiste, wer das weiss, erreicht Unsterblichkeit. Wenn das Licht aufgegangen ist, dann gibt es nicht Tag noch Nacht, weder Sein noch Nichtsein.“[138]

4. „Zwei sind im ewig, endlos höchsten Brahman latent enthalten, Wissen und Nichtwissen. Vergänglich ist Nichtwissen, ewig Wissen, doch der als Herr verhängt sie, ist der Andre.“[139]

5. „Das Selbst, kleiner als klein, grösser als gross, ist verborgen im Herzen dieser Kreatur. Ein Mensch, befreit vom Begehren und befreit von Bekümmernis, sieht die Majestät des Selbst durch die Gnade des Schöpfers. Obschon er stille sitzt, so wandelt er ferne, obschon er stille liegt, so geht er überall. Wer, ausser mir, ist fähig diesen Gott zu erkennen, der erfreut und nicht erfreut?“[140]

6.

„Eins — ohne Regung und doch schnell wie Denken, —

Hinfahrend, nicht von Göttern einzuholen —

Stillstehend, überholt es alle Läufer —

Ihm wob schon die Urwasser ein der Windgott.

Rastend ist es und doch rastlos,