J. FORSTER, M. D., LL. D. (Edinburgh),

Professor der Hygiene und Bacteriologie an der Universität Strassburg, Correspondierendem Mitglied der Kgl. Academie der Wissenschaften zu Amsterdam, u. s. w.,

gewidmet.

[Bei den chemischen Prozessen der Bildung und Zersetzung von Stoffen, die in der Natur täglich stattfinden, spielt die Lebensthätigkeit kleinster Organismen eine mächtige, einflussreiche Rolle. Nicht bloss für den Biologen, auch für die Entwicklung des Chemikers ist es demnach von hervorragender Bedeutung, neben der Chemie, die Bacteriologie, die Lehre von diesen Organismen, zu betreiben. Von dieser Erwägung ausgehend wünschte ich mich, nachdem ich mein Fachstudium an der Amsterdamer Universität vollendet hatte, auch mit dieser jungen Wissenschaft zu beschäftigen, die seit kurzem eine hohe Flucht genommen hat und in die verschiedensten Gebiete eingreift. Die günstige Lage meines Wohnortes in der Nähe von Amsterdam ermöglichte mir den weiteren Besuch der Universitätsanstalten, und so wendete ich mich an Sie, verehrter Professor Forster, mit der Bitte, mir den Weg auf dem mir fremden Terrain zu zeigen. Freundlich haben Sie mich in Ihr Laboratorium aufgenommen und mich mit den bacteriologischen Untersuchungsmethoden bekannt gemacht.]

Ich erinnere mich noch lebhaft, wie Sie nun vor vier Jahren mich auf die Fermentation des Tabaks aufmerksam machten, mit welcher Sie sich seit längerer Zeit schon gelegentlich beschäftigt hatten. Sie legten mir diesen Gegenstand besonders ans Herz und wiesen mich damit auf ein Gebiet, das nach verschiedenen Richtungen hin urbar gemacht werden könne.

Nachdem ich nun einmal unter Ihrer Leitung begonnen hatte, auf diesem Gebiete zu arbeiten, trat mir bald, wie Sie voraus gesagt, der hohe Nutzen deutlich vor Augen, den die eingehende Untersuchung der Tabakskultur vom wissenschaftlichen Standpunkte aus und mit Zuhilfenahme des durch die Bacteriologie gewonnenen Wissens bietet. Die Beschäftigung hiermit wurde mir täglich lieber und regte mich zu fortwährender neuer Arbeit an.

Ihnen, verehrter Professor Forster, fühle ich mich zu Dank verpflichtet. Sie haben mir den Weg eröffnet, auf dem ich das Kleine in der Natur, das so mächtige Wirkung übt, kennen lernte. Sie haben mir in den freundlichen Räumen des Laboratoriums an der Amsterdamer Universität stets Ihre Beihilfe verliehen.

Ihnen verdanke ich meine Entwicklung in dieser biologischen Wissenschaft, zu der meine Neigung mich hin zog; und deshalb ist es mir eine angenehme Pflicht, Ihnen hiermit die Frucht meiner Arbeit in der Form dieses Buches zuzueignen.

Bussum, November 1899.

C. J. KONING.