[Mittel zur Verbesserung unsres Tabaks.]
Aus allen Untersuchungen, die bis jetzt mit Bezug auf die Düngung angestellt worden sind, können keine allgemeinen Regeln mehr abgeleitet werden als die schon angegebenen, die sich hauptsächlich auf den Chlor-, Stickstoff- und Kaligehalt beziehen.
Chloridreiche natürliche oder künstliche Düngstoffe müssen vermieden werden, ebenso ein zu hoher Gehalt an Stickstoffverbindungen. Eine Düngung mit mehr Stickstoff als angezeigt, entwickelt ein dunkelgrünes, fleischiges, lang gedehntes, schmal dicknarbiges Blatt, das sich also nicht zum Cigarrentabak eignet.
Schon Hermbstadt nahm wahr, dass humusreiche Pflanzenerde und Kuhmist den besten Tabak liefern.
Wie ich schon schrieb: Die Tabakspflanze fordert Kalium, viel Kalium!
Die ganze Tabakskultur muss darauf hinzielen, dass sie einen kalireichen Stalldünger bekommt.
In der letzten Zeit hat sich aus Versuchen ergeben, dass die Tabakspflanze viel kohlensaures Kali vertragen kann, mehr als man früher je dachte.
Eine Düngung im Frühjahr sogar mit 1000 kg. kohlensaurem Kali per ha, was man früher nicht zu thun wagte, hat keine schädlichen Folgen gehabt.
Als Versuch sei dies unsern Pflanzern anempfohlen. Die bekannten »Internationale Guano- und Superphosphatwerke« in Zwijndrecht bringen dieses Salz in den Handel mit einem Gehalt von 50-55 Prozent Kali und zu einem Wert von f 20 (etwa 34 Mk) per 100 kg. Wegen der Eigentümlichkeit dieser Kali-pottasche, die Feuchtigkeit anzuziehen, wird sie in doppelten Säcken von 62-1/2 kg. verpackt.