[G] Aus diesen für den Menschen später so wichtigen Versuchen, erhellt der Nutzen des Tierexperiments, welches allerdings nur erfahrenen Personen anvertraut werden darf. Meiner Meinung nach muss jedoch der zwecklos wiederholte Nachweis schon konstatierter Vergiftungen bei Tieren auf mechanischem, chemischem oder bakteriologischem Wege unterlassen werden, wenn, was nach dem heutigen Stande der Technik möglich ist, durch die Projektion von Lichtbildern ein deutliches Bild der Versuche geliefert werden kann.
[H] Im Sommer 1899 habe ich die Tabaksfelder mit dem Zweck besucht, zu erforschen, ob auch Pflanzen zu finden wären, welche die nicht infektiöse Pockenkrankheit zeigten, (Iwanowski). Allerdings waren auf einem Feld drei Pflanzen vorhanden, die auf den mittelsten Blättern kleine Fleckchen hatten, die von denen der Mosaikkrankheit abwichen. Bei einem zweiten Besuch nach Verlauf von etwa 10 Tagen jedoch erwies es sich, dass dieselben Pflanzen in ihren Spitzenblättern die Symptome der Fleckenkrankheit zeigten.
Ich hoffe, hierauf später zurückzukommen, wenn ich für diese Untersuchung geeignetes Material finden kann.
[I] Nach dem Erscheinen meiner holländischen Veröffentlichung im Jahre 1898 und 1899 und meiner Publikation in »Zeitschrift für Pflanzenkrankheiten herausgegeben von Prof. Sorauer (IX. Bd., 2. Heft)« wurde mir durch Briefwechsel mit Dr. Iwanowski in Petersburg bekannt, dass er bereits früher durch die Filtrationsversuche mit mosaikkranken Blättern von Nicotiana zu demselben Resultat gekommen war. Auch Beijerinck beschreibt im Centralblatt für Bacteriologie, Parasitenkunde und Infectionskrankheiten, IIe Abth., pg. 27, 1899, ähnliche Erscheinungen bei der Filtration durch Porzellanfilter. Weiter sind die »voorloopige Mededeelingen over het Peh-sem of de Mozaiekziekte in de Tabak te Deli« von Dr. van Breda de Haan (Teysmannia 9den jaargang afl. 11-12) sehr interessant.
[J] Als Bemerkung möchte ich hier hinzufügen, dass die veredelten Sorten von Beta vulgaris nicht selten dunkelgrüne Flecken in den Blättern zeigen mit den nämlichen Abweichungen, wie bei Nicotiana Tabacum beschrieben ist. Der Saft dieser gefleckten Blätter konnte normal gebildete Exemplare von Beta vulgaris nicht krank machen. Das Auftreten dieser Flecken ist also von ganz verschiedener Art wie bei Nicotiana Tabacum.
[K] Zuiger ist wohl mit »Geize« zu übersetzen, bezeichnet aber nur die Seitenzweige, die aus den Achseln der abgenommenen Blätter sich entwickeln.
[DRUCKFEHLER.]
| Seite 1 | Zeile 4 von oben lies | Versuchen | statt | Proben. |
| Seite 2 | Zeile 13 von unten lies | Solanaceae | statt | Solonaceae. |
| Seite 2 | Zeile 12 von unten lies | Capsicum | statt | Capiscum. |
| Seite 3 | Zeile 5 und 14 von unten lies | versand | statt | versandt. |
| Seite 6 | Zeile 3 von oben lies | Versuchen | statt | Proben. |
| Seite 7 | Zeile 3 von oben lies | zersetzt | statt | analysiert. |
| Seite 13 | Zeile 17 von oben lies | m.M. | statt | c.m. |
| Seite 17 | Zeile 1 von unten lies | Hefezellen | statt | Gährungszellen. |
| Seite 19 | Zeile 13 von oben lies | Nährboden | statt | Nahrungsboden. |
| Seite 23 | Zeile 12 von oben lies | fakultative Anaëroben und Aeroben | statt | fakultative Anaëroben. |
| Seite 23 | Zeile 16 von oben lies | fakultative Anaëroben und Aeroben | statt | fakultative Anaëroben. |
| Seite 37 | Zeile 14 von unten lies | fakultative Anaëroben und Aeroben | statt | fakultative Anaëroben. |
Anmerkungen zur Transkription: