Si 185,18 14,81 48,08
2O 200,00 16,00 51,92
385,18 30,81 100,00

Das gallertartige (nicht das pulvrige) Kieselsäurehydrat ist in Wasser und Salzsäure etwas löslich. 1 Thl. Kieselsäure erfordert in diesem Zustande 7700 Thle. Wasser, 11000 kalte und 5500 kochende Salzsäure von 1,115 specif. Gewicht (J. Fuchs).

Säuren der zweiten Gruppe.

[§. 73.]

1. Chlorwasserstoffsäure.

Die Form, in der dieselbe fast allein bestimmt wird, ist das Chlorsilber. Die Eigenschaften desselben siehe §. [61].

2. Bromwasserstoffsäure.

Die Bromwasserstoffsäure bestimmt man immer als Bromsilber. Dasselbe stellt, auf nassem Wege erhalten, einen gelblich weissen Niederschlag dar. Es ist in Wasser und Salpetersäure völlig unlöslich, in Ammon ziemlich löslich, es löst sich in heisser Salmiaklösung, sehr wenig hingegen in salpetersaurem Ammon. Chlor zerlegt es auf nassem und trocknem Wege und verwandelt es unter Abscheidung des Broms in Chlorsilber. — Am Lichte wird es allmälig grau, endlich schwarz. Beim Erhitzen schmilzt es zu einem röthlichen, beim Erkalten eine gelbe hornähnliche Masse darstellenden Fluidum. — Mit Zink und Wasser in Berührung wird es zerlegt. Es entsteht ein Schwamm von metallischem Silber, die Lösung enthält Zinkbromür.

Zusammensetzung:

Ag 1349,66 107,97 57,46
Br 999,62 79,97 42,54
2349,28 187,94 100,00