Hätte man die feste Ueberzeugung, dass mit dem Schwefelwismuth kein freier Schwefel gefällt worden ist, so könnte man es als solches wägen. Da man aber bei Wismuthverbindungen meist mit sehr sauren, salpetersäurehaltigen Lösungen zu thun hat, so dass leicht etwas Schwefelwasserstoff zersetzt werden kann, so ist es am sichersten, das Schwefelwismuth in Oxyd zu verwandeln.
Man bringt zu diesem Behuf das Filter mit dem Niederschlage nach dem Auswaschen noch feucht in ein Becherglas, erwärmt mit mässig starker Salpetersäure bis zur völligen Zersetzung, verdünnt mit Wasser, dem man etwas Essigsäure oder Salpetersäure zugesetzt hat, filtrirt, wäscht mit eben solchem Wasser das Filter aus und fällt das Filtrat nach a.
7. Cadmiumoxyd.
a. Auflösung.
Cadmium, Cadmiumoxyd und alle in Wasser unlöslichen Cadmiumverbindungen löst man in Salzsäure oder Salpetersäure.
b. Bestimmung.
Das Cadmium wird nach §. [66] entweder als Oxyd oder als Schwefelcadmium gewogen.
Man kann verwandeln in
| 1. | Cadmiumoxyd | |
| a. | durch Fällen: Die in Wasser löslichen Verbindungen, — diejenigenunlöslichen, deren Säure beim Auflösen in Salzsäure entferntwird, — Cadmiumsalze mit organischen Säuren. | |
| b. | durch Glühen: Die Cadmiumsalze mit leicht flüchtigen oder leichtzersetzbaren unorganischen Sauerstoffsäuren. | |
| 2. | Schwefelcadmium | |
| Sämmtliche Cadmiumverbindungen ohne Ausnahme. | ||