a. Kalkbestimmung. Löse in einem zu bedeckenden Becherglase etwa 1 Grm. in verdünnter Salzsäure und bestimme den Kalk nach §. [81. 2. b].
b. Kohlensäurebestimmung. Bestimme in etwa 0,8 Grm. die Kohlensäure nach §. [110. II. b. α].
Zusammensetzung siehe §. [52].
8. Kupfervitriol.
Derselbe soll ganz vollständig analysirt werden.
Die reinen Krystalle zerreibe im Porzellanmörser und presse sie zwischen Fliesspapier.
[a]. Bestimmung des Krystallwassers. Wäge eine Kugelröhre leer, bringe soviel Kupfervitriol in die Kugel, dass dieselbe halb gefüllt ist[164], wäge sie wieder, lege sie quer durch ein Luftbad, in dessen Wänden Oeffnungen sind (S. [39]), verbinde das eine Ende mit einer Chlorcalciumröhre, das andere mit einem Aspirator, erhitze auf 120–140° und lasse das Wasser des Aspirators langsam abfliessen. Wenn bei dieser Temperatur kein Wasser mehr entweicht, und wiederholte Wägungen der Kugelröhre constante Resultate geliefert haben, ist die Gewichtsabnahme der Kugelröhre gleich dem Krystallwasser des Kupfervitriols.
[b]. Bestimmung des Halhydratwassers. Setze denselben Versuch weiter fort, während die Temperatur auf 250–260° erhalten wird. Die hierbei erfolgende Gewichtsabnahme giebt die Menge des fester gebundenen Halhydratwassers an.
c. Bestimmung der Schwefelsäure. In einer neuen Portion des Kupfervitriols (etwa 1,5 Grm.) bestimme die Schwefelsäure nach §. [105. I. 1].