Von den bereits noch vor Falkensteins Jubelschrift erschienenen Werken, die namentlich dazu beigetragen haben Gutenbergs Namen hoch zu halten und seine Erfinderehre den holländischen Ansprüchen gegenüber zu wahren, sind zu nennen:

C. A. Schaab.
J. Wetter.

„Die Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johann Gensfleisch genannt Gutenberg“, von C. A. Schaab. 3 Bde. (Mainz 1830-1831).

„Kritische Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johann Gutenberg zu Mainz“, von J. Wetter. Mit einem Atlas (Mainz 1836).

J. G. I. Breitkopf.

J. G. I. Breitkopf, der mehr, als irgend jemand, die Befähigung hatte, eine Geschichte der Buchdruckerkunst zu schreiben, hat uns leider nur einzelne wenn auch wertvolle Bruchstücke hinterlassen.

G. W. Ottley.
S. Sotheby.

Im Gegensatz zu Weigel treten zwei englische Autoren Ottley und Sotheby entschieden für die holländischen Ansprüche in die Schranken und lassen Gutenberg wenig von seinem Ruhm. Interessant sind beide Werke durch die grosse Zahl von Nachbildungen. Der Titel von Ottleys Werk lautet:

An inquiry concerning the Invention of printing by the late William Young Ottley, with an introduction by J. Ph. Berjeau. Illustrated with 37 plates and numerous wood engravings“ (London 1863). Herr Ottley findet es sehr natürlich, dass Fust dem Gutenberg den Stuhl vor die Thüre gesetzt, nachdem letzterer sich unfähig bewiesen hatte, seine Aufgabe zu lösen: „Er war ein schlauköpfiger Schwindler, geschickt genug, die Arbeit anderer zu benutzen, aber nicht befähigt eigene Ideen zu erzeugen und durchzuführen, ein Mann ohne mechanisches Geschick und ohne Erfindungsgabe“. So urteilt Ottley über Gutenberg.

Herr Samuel Sotheby ist zwar kein Verehrer von Gutenberg, lässt sich jedoch nicht auf eine so gehässige Polemik wie Ottley ein. Das Endergebnis seiner Untersuchungen ist, dass die Kunst mit beweglichen Typen zu drucken in den Niederlanden bereits 1454 geübt wurde. Das von seinem Sohne Samuel Ligh Sotheby herausgegebene Werk ist betitelt: