Unten am Strande war mehr Leben als im Sommer.
Da waren die Möwen, die sich überall in großen Scharen tummelten, wo Löcher ins Eis geschlagen waren. Und da waren die wilden Enten, die sich draußen im offenen Wasser aufhielten und schnatterten und tauchten und aufflogen, wenn die Flinten der Fischer knallten.
„Wie viele es sind!“ sagte der Sperling.
„Sie kommen aus dem hohen Norden,“ erklärte die Möwe „Aus Norwegen und von den Färöern. Da oben ist es viel kälter als hier. Sobald die geringste Veränderung in der Luft eintritt, fliegen sie wieder hinauf... Kennst du die beiden, die uns dort auf dem Eise entgegenkommen?“
„Woher sollte ich sie kennen?“ fragte der Sperling. „Ich bin in diesem Sommer geboren und möchte nur wünschen, daß ich wieder im Neste läge.“
„Das sind Eidergänse,“ erzählte die Möwe. „Sieh, nun kommt noch einer.“
Und so war es auch. Und das war ein sehr feiner Vogel. Sein Nacken war grün und Hals und Brust waren weiß mit einem rosigen Schimmer, seine Beine aber wunderschön gelb.
„Das ist das Männchen,“ sagte die Möwe. „Die beiden anderen sind Frauenzimmer und nicht so elegant, obwohl auch sie noch ganz gut aussehen.“
Die drei Eidervögel waren jetzt so nahe bei dem Sperling und der Möwe, daß diese hören konnten, wovon sie sprachen.