Der Junge nahm zuerst das Wort.
„Du bist wohl der Winter?“ fragte er.
Der Alte nickte.
„Ich bin der Winter, der Herr der Erde,“ erwiderte er.
Der Junge lachte, daß es in den Bergen widerhallte.
„Aha,“ sagte er. „Und ich bin der Sommer, der Herr der Erde.“
Eine Weile saßen sie da und maßen einander mit zornigen Blicken.
„Ich bin ausgezogen, um dich zu treffen und mit dir zu reden,“ sagte der Winter darauf. „Aber ich mag dich nicht leiden.“
„Meine Absicht war, dich zur Vernunft zu bringen,“ sagte der Sommer. „Aber ich kann deinen Anblick kaum ertragen, so häßlich bist du.“
„Sollen wir die Erde unter uns teilen?“ fragte der Winter. „Überall bist du zu finden mit deinem heißen Sonnenschein, du machst mein Eis schmelzen und pflanzest deine garstigen Blumen. Ich übe Vergeltung, wie du weißt. Ich ertränke deine Geschöpfe im Schnee und zerstöre deine Freude. Wir sind gleich stark... Wollen wir Frieden schließen?“