Aber der Zeisig schüttelte den Kopf.

„Meine Stimme ist weg,“ sagte er.

„Weißt du noch — wie wir das Nest bauten?“ fragte sie bald darauf. „Wie warm und gemütlich es war! Nie wieder bekomm’ ich ein so hübsches Heim. Sieh nur, wie garstig es jetzt aussieht!“

„Das haben die Jungen getan,“ entgegnete er.

„Ja — aber entsinnst du dich noch des Morgens, als sie aus dem Ei schlüpften?“ fragte sie, und ihre kleinen schwarzen Augen strahlten. „Wie waren sie süß und nackt und braun! Keine Minute konnte ich sie verlassen, ohne daß sie schrien.“

„Und dann bekamen sie Federn!“ sagte er und richtete sich auf. „Stolze Zeisige waren sie alle vier. Erinnerst du dich noch an den Tag, als sie zum erstenmal aus dem Nest hüpften?“

Sie erinnerte sich. Sie gedachte noch anderer Dinge, und sie erinnerte ihn an alles. Und dann rückten sie näher aneinander und saßen schweigend da und gedachten alter Zeiten.

Und all den andern ging es ebenso wie dem Zeisigpärchen.

Die Blumen neigten sich zueinander und flüsterten von der goldenen Zeit, als jeder Kelch eine Biene beherbergte. So eifrig waren sie, daß der eine kaum abwarten konnte, bis der andere mit seiner Geschichte fertig war. Über die ganze Wiese tönte es hin: